Wir stetzten uns am Donnerstag, 13. Januar in den Zug richtig Kloten, dort trafen wir Stefan, der direkt anreiste. Wir waren ein wenig neugierig, denn wir wussten nicht, was und wer auf uns treffen würde, wir kannten nur 2-3 Namen auf dem Turniertableau.
Mit leichter Verspätung trafen wir am abend kurz vor halb acht in Kopenhagen ein, wo und jemand am Flughafen abholte und in die Curlinghalle fuhr. Wir gingen anschliessend eine halbe Stunde aufs Eis, um uns auf das Turnier vorzubereiten. Danach fuhr uns wiederum jemand ins Hotel, wo wir zuerst was essen gingen und anschliessend schlafen.
Am Freitag morgen fuhren wir um 10 Uhr in die Curlinghalle. Wir wussten allerdings schon vom vorabend, dass das Spiel ausfallen wird. Wir nutzen aber die Gelegenheit, um ein paar Steine spielen zu können. Wir gewöhnten uns schon bald ans das Eis und es schien uns sehr gut zu gefallen. Das Eis in der Vier-Rink-Halle in Hvidovre war sehr schön zum Spielen, curlte auch regelmässig. Anschliessend gingen wir ins nahegelegende Einkaufszenter (10-15 Gehminuten von der Halle), wo wir Essen gingen, danach wieder zurück in die Halle.
Die 2. Runde war um 17 Uhr. Wir bereiteten uns um 16 Uhr auf das Spiel vor, auch der Fussball wurde wieder mitgenommen. Irgendwie fanden wir im Spiel gegen das Team Victory Tilly den Tritt nicht und mussten eine Kanterniederlage von 10:0 einstecken. Ein Grund dafür war sicher auch die lange Nachmittagspause. Da wir an die Öffentlichen Verkehrsmittel gebunden waren, sind wir nicht ins Hotel zurück gegangen. Das würden wir wahrscheinlich im nächsten Mal anders machen.
Am Samstag morgen stand dann um 9 Uhr Ulrik Schmidt auf dem Eis. Wir hatten den Gegner von anfang an im Griff und konnten als Sieger vom Eis gehen (5:4). Ebenfalls das nächste Spiel um 14 Uhr gegen Ulrik Damm gewannen wir (7:5). Das letzte Spiel am Samstag abend um 19:30 war gegen Kenneth Jørgensen. Dieses Team kannten wir von der letzten Junioren-WM in Trois-Rivières. Wir wussten, dass bei einer allfälligen Niederlage ein schwerer Gegner im Viertelfinale folgen könnte. Der Spielmodus war folgendermassen: Es waren 2 Gruppen à 6 Team und die ersten 4 kamen ins Viertelfinale. Somit war es leicht, weiterzukommen, aber in der anderen Gruppe war ein gewisser Peja Lindholm. Obwohl wir gegen ihn schon 2 Mal in Basel am Swiss Cup spielten, hatten wir keine Angst vor diesem grossen Namen. Das letzte Gruppenspiel gegen Jørgensen war äusserst knapp. Wir verloren am Schluss leider das Spiel mit dem letzten Stein 7:6. Wir wurden in der Gruppe 4. und mussten am anderen Tag gegen den Gruppenersten Lindholm spielen.
Gut vorbereitet trafen wir am Sonntag morgen in der Curlinghalle ein und hatten genügend Zeit, um uns aufzuwärmen. Das Spiel gegen den Weltmeister war äusserst spannend. Im ersten End gingen wir in Führung, um 2. glich er zum1:1 aus. Im 4 End war eine kleine Vorentscheidung. Wir konnten in einem von allen (auch vom Gegner) hervorragend gespielten End mit einem Take-Out 4 Steine schreiben, bei einem Hit 'n Stay wären sogar 5 möglich gewesen. Wir wussten aber alle, dass es noch nicht der Sieg war und dass der Gegner 3-maliger Weltmeister ist. Mit 2 Steine Vorsprung konnten wir ins letzte End gehen. Wir spielten das letzte End gut, einzig Stefans erste Stein kam nicht wie gewünscht. Durch ein perfektes Spiel mit Guaden konnte schlussendlich Lindholm 3 Steine schreiben und gewann 7:6. Er kam bis ins Finale weiter, wo er gegen das Team von Ulrik Schmidt verlor.
Nach dem Spiel gingen wir zum Flughafen und versuchten erfolglos unseren Flug vorzuverlegen. Leider war dies nicht möglich und wir fuhren mit dem Bus zurück in die Stadt, wo wir was essen gingen, bevor es zurück in die Schweiz ging. Um halb 10 waren wir alle wieder zu Hause.
Das Turnier in Kopenhagen war für uns eine gute und interessante Erfahrung. Wir konnten auf guten Eisverhältnissen gegen Top-Teams spielen. Leider war der Ausgang des Turniers ein bisschen schade, wäre doch mehr drin gelegen, der Gegner im Vierelfinal war doch eine Klasse zu stark für uns. Aber mit dem Erreichen des Viertelfinals sind wir sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir werden in Zukunft sicher wieder einmal versuchen, ein gutbesetztes Turnier im Ausland spielen zu können, denn es uns sehr viel gebracht.
Fotos
http://www.hcc.dk/danishopen05_live.htm |